Sonntag, 28. August 2011

Via Alpina

6 Tage, 90km, 6000hm. Vom Allgäu nach Südtirol. Ein  Querschnitt durch alles was die Alpen so zu bieten haben: Atemberaubende Landschaft, abgeschiedene Täler, glasklare Bergseen, kurvige Passstraßen und hässliche Bausünden am Gletscher, idyllische Almen und Touristennepp, einsame Kletterpartien und überlaufene Wege....das alles bietet der Fernwanderweg E5 auf dem Abschnitt von Oberstdorf nach Bozen. Muskelkater und Grenzerfahrung inklusive. Vielleicht nicht die schönste aller Alpenüberquerungen, aber sehr gut geeignet um blutigen Erstalpinisten aus der Rheinebene Lust auf mehr zu machen....die nächste Tour ist schon geplant, bis dahin trösten die schönsten Bilder über die Hügellosigkeit des Karlsruher Alltags hinweg.....




.... und für alle, bei denen die Bilder jetzt  Sehnsucht nach den Alpen hervorgerufen haben gibts hier noch ein Rezept für die Marillenknödel vom letzten Bild. So kann man sich im Handumdrehen einen Hauch von Hüttenromantik auf den Teller zaubern....

Marillenknödel


10-12 kleine Aprikosen (Marillen)
60g weiche Butter
1 Ei
250g Quark
120g Mehl
1EL Grieß

Nach Belieben Butter und Zucker zum Abschmelzen sowie Puderzucker und gemahlene Haselnüsse zum Bestreuen.

Die Butter und das Ei schaumig schlagen. Quark, Mehl und Grieß hinzugeben und durchkneten.

Den Teig in 10 bzw.12 Teile teilen. Jeweils zu einer Kugel formen, diese ein wenig platt drücken, eine Aprikose* draufsetzen und anfangs zwischen den bemehlten Händen, dann auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche die Marillenknödel formen.

In ausreichend leicht gesalzenem siedenenden Wasser so lange ziehen lassen, bis sie von alleine an die Oberfläche kommen.

In einer Pfanne nach Belieben Butter und Zucker karamelisieren lassen und die Marillenknödel darin in 2-3 Minuten abschmelzen. Mit Puderzucker und gerösteten gemahlenen Haselnüssen bestreut servieren.


*Ich lasse die Aprikosen der Statik wegen meistens ganz. Das ist auch deswegen praktisch, weil dann nicht soviel Saft austritt, der den Teig matschig machen könnte. Wer es aber besonders süß mag und nicht beim Essen durch Aprikosenkerne gestört werden möchte, kann die Aprikosen auch entkernen und mit einem Stück Würfelzucker füllen.

Donnerstag, 28. Juli 2011

Oben=Unten

Jetzt ist er endlich da der Sommer mit seiner ganzen Pracht an frischem Obst, auf dass ich so lange gewartet hatte mit den tollsten Ideen für Obstkuchen, Eingemachtes und Konfitüre im Hinterkopf ... und was passiert? Ich kann es einfach nciht abwarten und esse einen Großteil der herrlich frischen Pracht gleich so, mit Joghurt oder Frischkäse, als Obstsalat oder zum Smoothie püriert...mit Kräutern bestreut, auf dem Brot, im Müsli.....
Jedenfalls hat es bisher kein noch so tolles Obst in einen Kuchen geschafft, von Konfitüre ganz zu schweigen....bis, ja bis ich endlich diesen Auf-dem-Kopf-Kuchen ausprobiert habe. Manchmal hilft ein Perspektivwechsel eben doch!
Und eine Herausforderung, denn seit ein paar missglückten Tarte-Tatin-Versuchen zu Beginn des Jahrtausends, die mit einem nicht genießbaren Kuchen und einer klebrig-verbrannten Schicht auf dem Boden des (damals noch elterlichen) Backofens endete, stand ich offiziell mit "Upside-Down-Cakes" auf dem Kriegsfuß.
Aber mit Bo Friberg an meiner Seite traute ich mich, und der Kuchen war so gut, dass ich ihn innerhalb einer Woche 2 mal gebacken habe (einmal mit Nektarinen, einmal mit Pfirsichen, das Originalrezept ist für Birnen, angeblich gehts auch mit Ananas...). Schmeckt am besten lauwarm mit Rosmarineis :)

Ist wirklich einfach und schnell zu machen und gibt eine wunderschöne Karamelschicht auf dem Obst...

Sonntag, 17. Juli 2011

Blumenkohltorte mit Parmesan

Blumenkohl spaltet die Gesellschaft mit ähnlicher Konsequenz in zwei Teile wie es Lakritzbonbons tun...entweder man hasst sie oder man liebt sie. Ich mag sowohl Blumenkohl als auch Lakritze für mien Leben gern und während ich noch keinen Weg gefunden habe, meiner Umgebung die Liebe zum Lakritz näher zu bringen ist dieses Rezept ein guter Weg den ein oder anderen Zauderer zum Blumenkohl zu überreden (manchmal bracuht es eben eine gute Portion Parmesan um die Dinge ins rechte Licht zu rücken....)

Das nachfolgende Rezept ist von Yotam Ottolenghi, einem der wenigen sehr bekannten vegetarischen Chefköche, der sich zur Zeit vor allem in England großer Beliebtheit erfreut. Ich besitze eine US-Ausgabe seines "Plenty" Kochbuches, es gibt aber bereits ein deutschsprachige Übersetzung mit dem Titel "Genussvoll Vegetarisch". Die Rezepte sind abwechslungsreich und raffiniert, sie lassen sich gut zu Menus zusammenstellen und oft auch sehr gut mit Fleischbeilagen kombinieren.

Weiter zum Rezept...

Freitag, 22. April 2011

Bevor meine besorgte Familie...

... anfängt mir Obst- und Gemüsepakete ins Ländle zu schicken gibts heute den Beweis dafür, dass wir uns nicht ausschließlich von Quiche, Schokoladenkeksen und Shortbread ernähren:


Nach langer Winterpause war er endlich wieder da: der Wildkräuterstand auf dem Gutenbergplatzmarkt!
Auch wenn wir bei einigen Zutaten noch immer nicht sicher sind, um welche Kräuter es sich nun handelt...dieser Salat ist immer wieder ein Genuß, weil jede Gabel intensiv nach einem anderen Wildkraut schmeckt. Ein einfaches Dressing  (z.B. Orangen-Senf-Balsamico , Rezept siehe unten) und eine gute Scheibe Brot dazu und das Mittagessen ist perfekt :)

Mittwoch, 20. April 2011

Ein Diätrezept...

....gibt es morgen liebe Tante Susi....heute hat sich noch mal eben schnell dieses supereinfache aber sehr gute Shortbreadrezept dazwischengemogelt ;-)


Dienstag, 19. April 2011

Quicheessen

Gerade noch rechtzeitig vor ihrem ersten Geburtstag haben wir am Wochenende endlich die "neue" Quicheform auf Herz und Nieren geprüft.

Den Belastungstest -4 Quiches in 24 Stunden- hat sie mit Bravour bestanden!Vielen Dank an die edlen Spender :) Wir hoffen es hat Euch gut geschmeckt!

Weiter unten gibts die Rezepte...ihr seid aber jederzeit gerne für Wiederholungsquicheessen eingeladen ...außerdem kann man in der Form auch prima süße Kuchen backen...

Mittwoch, 6. April 2011

Ziehharmonikakuchen

Wer fleißig diesen Blog liest, der weiß, dass ich einen Hang dazu habe Listen anzulegen. Ich mag Listen! Ich habe eine 30-vor-30-Backliste, eine Kochliste, eine immer viel zu lange To-Do-Liste, eine Liste der Bücher, die ich als nächstes Lesen möchte, eine Filmliste, eine Liste der besten Cafes, eine Lieblingsrezepteliste, sogar eine (ständig wechselnde) Liste von Lieblingskleidungsstücken ....

Und es kam wie es kommen musste, kaum war die 30-vor-30-Backliste befüllt fanden sich überall Backrezepte, die ich schon immer mal ausprobieren wollte. Daher gibt es also auch noch eine Zweitbackliste....
Dieser Ziehharmonikakuchen war also das erste Rezept auf der zweiten Backliste ....und sowas von überhaupt nicht zweitklassig! Sondern einfach nur lecker! So lecker, dass wir ihn zu viert während eines einzigen Nachmittags innerhalb einer Stunde aufgegessen haben! So lecker, dass er es nahtlos von der "To-Do" zur "Beste-Rezepte-Liste"  geschafftt hat! So lecker, dass ich den Rest meines üblichen Gequatsches weglasse, damit ihr gleich in die Küche gehen und dieses Prachtstück nachbacken könnt....dieser Kuchen kommt nämlich ganz ohne fancy Zutaten aus...ein "Aus-dem-Vorrat-Back-Kuchen" quasi....also los, worauf wartet ihr? Nagut ein Foto gibts noch, denn ich finde er sieht auch ziemlich gut aus für einen einfachen Hefekuchen....



...jetzt aber nichts wie ab in die Küche!